Ich lern mit Twitter – und du so??

Das Facebook und Twitter im Social Web vorn mit dabei sind, das bezweifelt keiner, aber das sie jetzt auch als Lerntools gelten, das war mir neu.

Als ich für die Portfolio-Aufgabe nach Tools geguckt habe, bin ich auf das hier gestoßen:

TWITTER an der Spitze der Lerntools! Ich konnte es erst nicht glauben, aber anscheinend ist auf Twitter mehr los als wildes hashtagen. Vorher sei kurz gesagt, dass ich erst seit dem Sooc1314 Twitter-Member bin und mich seither – zugegeben – recht wenig dort bewege und das Twitter wohl als Leraning Tool der internationale Renner ist, scheint auch gnadenlos an mir vorbeigeschrammt zu sein.

Aber wie funktioniert das nun? Diese Frage hat sich mir auch aufgedrängt. Aufgeklärt hat mich dann dieser Artikel.

Laut diesen Tipps lässt sich durch Eigenreflexion via Hashtag und Fragen stellen frei raus in die Community das Wissen trainieren bzw. erweitern. Die Option sowohl Fragen zu stellen als auch zu beantworten, finde ich vorteilhaft und durch die Menge an Mitgliedern werden da sicher viele Ergebnisse produziert. Ich frage mich nur, als wie vertrauenswürdig ich solche Informationen einschätzen würde und ob ich mich wirklich darauf verlassen kann. Klar, wenn mir jetzt ein Fachmann antworten würde, dann sähe das anders aus, aber woher weiß ich, dass das auch wirklich ein Fachmann ist? Indem er es schreibt? Naja, also schreiben kann man viel…da hätte ich irgendwie ein Problem mit.

Handy oder gar Laptop während der Unterrichtsstunde?  – Bei mir war das verboten, aber wie es scheint nicht in Singapur wie dier Artikel zeigt. Die Schüler twittern die Ergebnisse oder stellen Fragen. Interessante Startegie: Wenn die Kinder so oder so mit der Technik aufwachsen, warum sie nicht auf im Unterricht einsetzen?! Dieses Konzept finde ich durchaus auch in Deutschland umsetzbar. Zum Beispiel könnten Aufsätze am Laptop getippt oder MindMaps erstellt werden – das spart auf jeden Fall Papier. Auch den Aspekt des „Fragen stellens“, der auch im Artikel angesrochen wird, finde ich gut. Viele hatten vielleicht schon mal die Situation in der Schule (oder auch woanders), dass man noch eine Frage hatte, aber sich nicht getraut hat sie zu stellen. Wenn es die Möglichkeit gäbe, die Fragen dem Lehrer anders zukommen zu lassen, würden sich vielleicht auch mehr Schüler trauen, ihre Fragen zu stellen.

Ich würde gern mal eure Meinung zum Lernen mit Twitter wissen!!

Mein kleines Fazit zu der Twitter  – Story: Ich persönlich bin nicht vom Lernen mit Twitter überzeugt und bleibe lieber bei meinen üblichen Lernwerkzeugen. Trotzdem finde ich, dass Medien stärker in den Unterricht eingebunden werden könnten, allerdings – und das finde ich extrem wichtig – nur, wenn es nicht überhand nimmt. Also nicht, dass alle nur noch mit ihrem Handy oder Laptop im Klassenzimmer sitzen und alle virtuell kommunizieren und keiner mehr miteinander face-to-face spricht. => In Maßen also !

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4 Kommentare zu “Ich lern mit Twitter – und du so??

  1. flori81 sagt:

    „Die Option sowohl Fragen zu stellen als auch zu beantworten, finde ich vorteilhaft und durch die Menge an Mitgliedern werden da sicher viele Ergebnisse produziert. Ich frage mich nur, als wie vertrauenswürdig ich solche Informationen einschätzen würde und ob ich mich wirklich darauf verlassen kann. Klar, wenn mir jetzt ein Fachmann antworten würde, dann sähe das anders aus, aber woher weiß ich, dass das auch wirklich ein Fachmann ist? Indem er es schreibt? Naja, also schreiben kann man viel…da hätte ich irgendwie ein Problem mit.“

    ich nutze twitter auch nicht so eifrig. aber ich kann mir vorstellen, dass twitter ein guter weg sein kann, um auf fragen antworten zu finden. allerdings habe ich das noch nicht versucht. nicht, dass ich nichts zu fragen gehabt hätte; aber meine fragen waren bisher oft immer so (fach)spezifisch, dass ich nicht erwartete, über twitter auch antworten zu erhalten. meine vermutung war und ist: je spezieller die frage ist, desto geringer die chance, überhaupt antworten / ergebnisse zu kriegen. aber vielleicht irre ich mich hier u ich hätte es einfach mal versuchen sollen?
    dass mit den fachleuten bzw. mit der frage, ob die antworten denn dann vertrauenswürdig sind, stimmt, aber man kann sich ja auch begründen oder mitteilen lassen, wie sicher oder unsicher sich der antwortende mit seiner antwort ist oder bitten, dass nur diejenigen antworten sollen, die sich mit ihrer antwort ziemlich sicher sind. viell. kommen mehrere antworten, die übereinstimmen und sich gegenseitig bestätigen? oder man kann sich über twitter ja auch nur hinweise geben lassen, die einem weiterhelfen, selbst antworten zu finden. im übrigen sind auch fachleute nicht immer vertrauenswürdig und geben antworten von „weiß nicht“ über spekulationen bis hin zu konkreten antworten (die sich dann im nachhinein aber als falsch herausstellen können). ich denke, man muss am ende immer abwägen und abschätzen, inwieweit eine info substantiiert ist, ob man die info nun über twitter oder von woanders bekommt.

    • 94lena sagt:

      Ja, da gebe ich dir recht! Auch wenn ich dieser Art von Lernen kritisch gegenüberstehe. Ich denke dadurch kann man sich evtl. auch einen Überblick über das Thema schaffen, um dann intensiver zu recherchieren. Vielleicht gerade dann, wenn man selbst keinen Schimmer davon hat & nicht wüsste wonach man suchen sollte, also so in der Art wie Wikipedia! ;D

  2. Anja Lorenz sagt:

    Die Übersicht in der Studie ist etwas verzerrend, wenn man sich die Methodik des Rankings mal anschaut: Jane Hart ruft alljährlich dazu auf, dass Personen ihre bevorzugten Tools zum Lernen nennen, sie sortiert die dann ein. Durch die Bekanntheit der Studie gibt es eine große Datenbasis und damit interessante Ergebnisse ABER niemand definiert bspw. den Begriff „Lernen“ hierfür. Wenn die Antwort „Twitter“ heißt, dann ist sicher nicht das Lernen wie in einer Vorlesung gemeint: kurze Informationshäppchen, schnellebige Diskussionen etc. Ich denke, man kann Twitter genauso gut zum Lernen verwenden wie man in einer Kneipe Lernen kann, in der es nicht verboten ist, an allen Tischen zuzuhören: Dort gibt es viele interessante Geschichten, man lernt einiges dazu, man kann auch Fragen stellen, die mit Glück beantwortet werden aber versuch Dir mal auf Twitter erklären zu lassen, wie man Gänsebraten macht (Rezept verlinken verboten): no way!

    Aber auf Twitter gibt es auch interessante Möglichkeiten, diese informellen Lernszenarien zu forcieren. Wenn Du mal bei #edchatde reinschaust, wenn dieser stattfindet: Lehrende diskutieren um eine Frage der Woche. Oder man kann Konferenzen folgen, derzeit bspw. dem #30c3. Mach Dir doch mal den Spaß und suche parallel zum TV schauen unter dem Hashtag des Senders. #Tatort macht sich Sonntag Abend auch sehr gut dazu. Gut, das ist jetzt nur bedingt ein Lernszenario, aber das Verfolgen des Hashtags zur #btw13 kann durchaus in Sozialkunde ausgewertet werden…

  3. 94lena sagt:

    Was du da ansprichst stimmt natürlich, wenn eine konkrete Definition fehlt, wie der Begriff „Lernen“ zu verstehen ist, interpretiert das jeder anders und schätzt die Tools dementsprechend anders ein. Solche Definitionen sind sehr wichtig, um die Ergebnisse auch klar darzustellen.

    Danke für die Tipps. Wenn ich Zeit habe werde ich denen mal nachgehen! =)

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